Vegane Vielfalt

Glasierter Linsenbraten mit Bratensauce – vegan und glutenfrei

Nun ist es wirklich nicht mehr lang bis Heiligabend. Da wird es Zeit, dass wir Euch eine vegane und dazu noch glutenfreie Alternative zu Gans und Co präsentieren – veganer glasierter Linsenbraten. Wir versprechen Euch: Der ist nicht nur gut vorzubereiten, sondern auch noch richtig lecker. Und weil wir schon so richtig in Festtagsstimmung sind, gibt’s das Rezept für die passende vegane Bratensauce noch mit dazu. Den obligatorischen Kartoffelsalat stellen wir Euch dann in der nächsten Woche vor. Habt einen schönen vierten Advent!

Zutaten:

Für einen großen Braten:

1 große Dose Linsen oder ca. 300 g getrocknete Linsen
1 große rote Zwiebel
1 Knoblauchzehe
75 g gehackte Walnüsse
1 Suppengrün (den Sellerie braucht ihr später für die Sauce)
50 g getrocknete Tomaten
3 EL Leinsamen

Für die Glasur:

2 EL Agavendicksaft
1 EL Ahornsirup
1 EL Sojasauce
ein paar Tropfen Liquid Smoke (optional, sparsam Dosieren!)

Für die Bratensauce:

1 Zwiebel
1 Knoblauchzehe
2 EL Tomatenmark
2 EL Reismehl (oder anderes glutenfreies Mehl)
2 EL Sojasauce
200 ml Wasser
200 ml Gemüsebrühe
4 Lorbeerblätter
5 Pimentkörner
5 Pfefferkörner
ein paar Zweige Rosmarin und Thymian (optional)
Petersilie und Sellerie vom Suppengrün (siehe oben)

Glasierter Linsenbraten ist das ideale vegane Festtagsessen

Glasierter Linsenbraten ist das ideale vegane Festtagsessen

Zubereitung:

Die Linsen abtropfen und kurz abspülen. Insbesondere im Wasser in dem Linsen gekocht werden, finden sich blähende Stoffe. Um dies zu vermeiden, ist das Abspülen wichtig. Die Linsen nach dem Abspülen in einen Topf geben und knapp mit Wasser bedecken. Bei mittlerer Hitze etwa 30 Minuten weich kochen.

Die Linsen für den Braten etwa 30 Minuten weich kochen

Die Linsen für den Braten etwa 30 Minuten weich kochen

Während die Linsen kochen, die Walnüsse grob hacken und in einer großen Pfanne ohne Fett braun rösten. Nach dem Rösten beiseite stellen. Den Leinsamen fein mahlen. Das geht zum Beispiel gut in einer elektrischen Kaffeemühle. Solltet Ihr keine haben, funktioniert dies aber auch im Mixer. Den gemahlenen Leinsamen mit circa 5 EL Wasser vermengen und quellen lassen.

Die Walnüsse grob hacken und rösten

Die Walnüsse grob hacken und rösten

Sind die Linsen gekocht, das überschüssige Wasser abkippen und auch die Linsen beiseite stellen. In einer großen Pfanne etwas Pflanzenfett erhitzen. Die Zwiebel sowie den Knoblauch fein würfeln und im heißen Fett glasig andünsten.

Die Zwiebel sowie den Knoblauch fein würfeln

Die Zwiebel sowie den Knoblauch fein würfeln

Die Linsen mit in die Pfanne geben. Den Lauch aus dem Suppengrün fein schneiden und ebenfalls mit in der Pfanne andünsten.

Den Lauch fein schneiden

Den Lauch fein schneiden

Die getrockneten Tomaten klein würfeln und zusammen mit den gerösteten Walnüssen ebenfalls mit in die Pfanne geben. Die Möhre aus dem Suppengrün schälen und zu den übrigen Zutaten in die Pfanne reiben. Alles gut miteinander vermengen und scharf anbraten. Alles mit etwas Salz und Pfeffer würzen.

Die getrockneten Tomaten und die geriebene Möhre in die Pfanne geben

Die getrockneten Tomaten und die geriebene Möhre in die Pfanne geben

Zum Schluss den Leinsamen in der Pfanne einrühren. Dieser bindet Eure Bratenmasse. Sollte der Leinsamen nach dem Quellen zu fest sein, einfach noch vorsichtig etwas Wasser hinzufügen und den Leinsamen glatt rühren. Den Backofen auf 180 Grad vorheizen. Eine Kastenform mit Backpapier auskleiden und die fertige Bratenmasse hinein füllen. Für die Glasur Agavendicksaft, Ahornsirup, Sojasauce und das Liquid Smoke glatt rühren. Die Hälfte der Glasur über dem Braten verteilen.

Die vegane Bratenmasse in eine Kastenform geben

Die vegane Bratenmasse in eine Kastenform geben

Liquid Smoke bekommt Ihr beispielsweise über Amazon. Auch wenn der Preis womöglich abschreckend wirkt, ist es sehr ergiebig, lang haltbar und vielseitig einsetzbar.

Den Braten etwa eine Stunde im Ofen backen. Nach 30 Minuten die restliche Glasur auf den Braten geben. Nach dem Backen muss der vegane Linsenbraten vollständig erkalten, damit er schön fest wird und sich gut schneiden lässt.

Den veganen Linsenbraten vollständig auskühlen lassen

Den veganen Linsenbraten vollständig auskühlen lassen

Während der Braten auskühlt, könnt Ihr gut die Bratensauce vorbereiten. Glasierter Linsenbraten und Sauce sind eine wirklich schmackhafte Kombination.

Dafür die Zwiebel und den Knoblauch fein würfeln. Beides in einem kleinen Topf in etwas heißem Pflanzenfett glasig dünsten. Sind die Zwiebeln sowie der Knoblauch glasig, das Tomatenmark einrühren. Alles scharf anbraten, hier braucht es Röstaromen. Das Reismehl zufügen und die Mehlschwitze mit Sojasauce, Wasser und Gemüsebrühe ablöschen. Den vom Suppengrün übrig gebliebenen Sellerie schälen, würfeln und in die Sauce geben. Die Sauce bei geringer Hitze köcheln lassen. Nach etwa 10 Minuten die Kräuter sowie die Lorbeerblätter, Piment- und Pfefferkörner hinzufügen. Weitere 10 Minuten köcheln lassen.

Die Kräuter zur Sauce geben

Die Kräuter zur Sauce geben

Die Sauce vor dem Servieren durch ein feines Sieb gießen. Den Braten in Scheiben schneiden und alles zusammen genießen. Ideal dazu passt auch unser veganer Kartoffelsalat.

Glasierter Linsenbraten schmeckt zusammen mit der Sauce und Kartoffelsalat und ergibt ein tolles veganes sowie glutenfreies Festtagsmenü

Glasierter Linsenbraten schmeckt zusammen mit der Sauce und Kartoffelsalat und ergibt ein tolles veganes sowie glutenfreies Festtagsmenü

Vorheriger Beitrag
Nächster Beitrag

Dir könnte auch Folgendes gefallen

6 Kommentare

  • Antworten
    Sophie
    Oktober 10, 2017 at 9:12 am

    Hallo, wie viel Gramm sind denn so ca. in einer Dose Linsen – ich würde halt frisch welche kochen. Und dann noch eine Frage: welche Linsen habt ihr genommen? Rot, Grün oder Braun?
    Danke und viele Grüße,
    Sophie

    • Antworten
      brokkolibastards
      Oktober 16, 2017 at 10:26 am

      Hallo Sophie,

      entschuldige bitte die verzögerte Antwort. Eine große Dose Linsen hat ein Abtropfgewicht von ca. 500 g. Welche Linsen du nimmst, ist relativ gleich, für die Bratenoptik eignen sich braune oder grüne Linsen jedoch besser.
      Wir hoffen, wir konnten weiterhelfen.

      Beste Grüße
      die BrokkoliBastards

  • Antworten
    Andrea
    November 20, 2017 at 4:41 pm

    Hallo, ich möchte den Linsenbraten gerne für Samstag machen. Wir treffen uns mit der Nachbarschaft zum Glühwein trinken. Die Omni´s bekommen gegrillte Würstchen im Brötchen und für zwei Nachbarn und mich würde ich gerne den Braten (als Generalprobe für Weihnachten) machen. Schmeckt er auch ohne Soße? Wann wäre der beste Zeitpunkt ihn zu machen? Wie lange benötige ich ungefähr für die Zubereitung?
    Vielen Dank und liebe Grüße
    Andrea

    • Antworten
      brokkolibastards
      November 20, 2017 at 5:14 pm

      Hallo Andrea,

      vielen Dank für deine Nachricht, wir freuen uns immer, wenn jemand unsere Rezepte ausprobiert. Klar, der Braten schmeckt auch ohne Soße gut. Allerdings ist er dann etwas trockener, aber kein Staub, insofern sollte das kein Problem darstellen. Je nachdem wie fix du beim Schnippeln der Zutaten bist, musst du vom ersten Handschlag bis der Braten aus dem Ofen kommt etwa 2 Stunden rechnen, sofern du die Zeit, die die Linsen zum Kochen brauchen, nutzt, um alles andere soweit vorzubereiten. Wenn du Linsen aus der Dose verwendest, geht es schneller, da diese ja nicht noch mal 45 Minuten kochen müssen. Einmal kurz aufkochen, sollte da reichen. Der Braten lässt sich am besten schneiden, wenn er kalt ist. Insofern kannst du ihn gut am Freitag Abend vorbereiten oder aber Samstag entsprechend etwas mehr Vorbereitungszeit einplanen, damit er noch Abkühlen kann. Wenn Du noch weitere Fragen hast, immer her damit =)

      Liebe Grüße
      Rudi und Suze

  • Antworten
    Diana
    November 27, 2017 at 11:19 am

    Hallo,
    ich möchte gerne den Braten an Heiligabend servieren. Ihn aber vorher Probe kochen. Wie wärme ich ihn am günstigsten auf? Denn kalten Braten mit heißer Soße wäre nicht so mein Fall 😉
    Danke & liebe Grüße,
    Diana

    • Antworten
      brokkolibastards
      November 28, 2017 at 10:01 am

      Liebe Diana,
      vielen Dank für deine Nachricht und wir freuen uns sehr, dass es den Braten an Weihnachten bei euch geben soll. Am besten schneidest du den Braten vorher in Scheiben und wärmst ihn dann entweder in der Mikrowelle oder aber im Backofen auf. Sollte der Braten im Backofen zu dunkel werden, kannst du ihn mit etwas Backpapier oder Alufolie abdecken. Du kannst auch versuchen die Scheiben in der Pfanne anzubraten, allerdings besteht hier die Gefahr, dass er dir dabei etwas auseinander fällt.

      Wir hoffen, wir konnten dir weiterhelfen.

      Liebe Grüße
      Rudi & Suze

    Antworten